Haspeln

Ab dem kommenden Schuljahr soll – genügend Interesse der Schülerinnen und Schüler vorausgesetzt – am MGF eine Amateurfunk Schulstation aufgebaut werden. Da für den benötigten Antennenbau meterweise Abspannschnüre und Drahtantennen auf- und abgewickelt werden müssen, wurde nach einer einfach umsetzbaren Aufwickelvorrichtung gesucht.Im Internet werden zu diesem Zweck kommerzielle Haspeln angeboten. Sieht man sich diese oft aus Kunststoff gefertigten Haspeln genauer an, kommt man leicht in Versuchung solch eine Haspel selber herzustellen. 

Als Material wurde für eine Versuchsreihe 3 mm Fichtensperrholz gewählt, das mit dem Lasercutter  “in Form” gebracht wurde. Die entsprechende Schneidvorlage wurde mit Hilfe von Inkscape erstellt und mit unserem Lasercutter auf das Holz übertragen. Zur Verankerung des aufzuwickelnden Materials wurden in der Haspel ein paar Löcher vorgesehen, zum leichteren Transport ein Griff eingearbeitet.Erste Versuche mit verschiedenen Drahtantennen (ZS6BKW, 20m Dipol, 13m Dipol nach Karl Hille DL1VU (sk)) und Abspannschnüren ergaben, dass das Material steif genug ist, um das Aufwickeln ohne Verwindung zu überstehen (Vorversuche mit Kunststoffresten aus Wahlplakaten zeigten, dass dieses Material im Gegensatz zu Holz leider nicht geeignet ist). Sollte es sich als notwendig erweisen, dass die Haspeln auch wasserresistent sein müssen, steht uns noch die Option des Lackierens offen. Aktuell hat sich diese Forderung aber noch nicht gestellt, macht ein Antennenbau bei Regen doch wenig Freude.

Über Wolfgang Lormes

Ich bin Diplomphysiker und Lehrer für Physik und Mathematik am Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium in Kulmbach. Dort bin ich auch der MINT-Beauftragte, betreue die Robotik AG und das MGF-Lab, bin Fachbetreuer für Physik und Sammlungsleiter sowie der Stahlenschutzbeauftragte und führe eine Junior-Ingenieur-Akademie der Deutsche Telekom Stiftung.

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