Schwebender Ball

Das war mal eine Herausforderung für unsere Ender3 Drucker! Zweieinhalb Tage dauerte der Druck des Invisiballs, der vom user extreme3Dprint bei thingiverse.com hochgeladen worden ist.

Spannend waren während des Drucks mehrere Aspekte: zunächst war die Frage, ob der Ender3 über die lange Druckzeit ohne Störungen durchlaufen würde. Da er dies zur vollsten Zufriedenheit erledigte, ist das Vertrauen in die Maschine ein weiteres Stück gewachsen.

Zweitens wurde zur Überwachung des Druckvorgangs erstmals die online-Software thespaghettidetective verwendet. Hierbei überprüft die Software fortwährend über ein Kamerabild, ob Unregelmäßigkeiten, wie z.B. ein sich vom Bett lösendes Druckobjekt erkannt werden. Durch diesen Fehler kann der Druckkopf den Filamentstrang nicht mehr auf die im Normalfall sich darunter befindende Druckschickt auflegen, weshalb sich frei in der Luft hängende Filamentfäden, sogenannte Spaghettis, ergeben.

Möglich wurde die Verwendung des Spaghettidetektivs durch den Einsatz eines Einplatinencomputers Raspberry Pi mit der opensource Software Octoprint, die als Druckerserver fungiert und die mit Hilfe eines Plugins thespaghettidetective nahtlos einbindet. Eine weitere angenehme Eigenschaft von Octoprint ist die Fernsteuerung und Temperaturüberwachung des 3D-Druckers. Auch dieses System hat fehlerfrei funktioniert, so dass die Verbesserung der 3D-Druckerausstattung kontinuierlich weiterverfolgt werden kann.

Über Wolfgang Lormes

Ich bin Diplomphysiker und Lehrer für Physik und Mathematik am Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium in Kulmbach. Dort bin ich auch der MINT-Beauftragte, betreue die Robotik AG und das MGF-Lab, bin Fachbetreuer für Physik und Sammlungsleiter sowie der Stahlenschutzbeauftragte und führe eine Junior-Ingenieur-Akademie der Deutsche Telekom Stiftung.

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