Neue T-Shirts

Schön, wenn man die Möglichkeit hat seine Kleidung individuell selbst herzustellen. Und genau das taten wir. Inspiriert durch ein Praktikum und einen Kinobesuch sollte es auf einem T-Shirt die Abänderung eines Werbespruchs sein, auf einem zweiten der Kopf von Ironman und auf einem dritten Shirt das Roblox Logo.

Begonnen haben wir mit dem Shirt von Hannes. Nachdem die Schneidedaten für unseren Brother Cutter mit Hilfe von Inkscape erstellt waren, konnte geschnitten und entgittert werden. Hierbei darf man allerdings nicht vergessen, dass Schriften horizontal gespiegelt geschnitten werden müssen! ShirtHannesBeim Pressen der Folien von der krativmanufaktur haben wir ausprobiert, ob es bei zweifarbigen Aufdrucken möglich ist, die Trägerfolien beim Pressen übereinander zu legen. Das Ergebnis war positiv, die Folie des rot ausgeschnittenen Wortes Hannes, die über dem schwarzen “call it” zu liegen kam, verschlechterte das Ergebnis beim Pressen nicht.

Als zweite kam das Shirt mit dem Roblox Aufdruck an die Reihe. Hierbei gab es keine Besonderheiten, da sowohl das Logo als auch die Schrift einfach herzustellen waren.Roblox

Bedeutend mehr Aufwand mussten wir hingegen beim Ironman Shirt treiben. Zunächst musste die jpg-Vorlage in Inkscape in einen Pfad verwandelt werden. Da das Shirt ursprünglich zweifarbig gestaltet werden sollte, mussten die beiden Teile zunächst mit Hilfe der Software GIMP separiert werden. Nach dem Import in Inkscape stellte sich dann heraus, dass die Umwandlung in einen Pfad gerade bei der Farbe gelb keine befriedigenden Ergebnisse ergab. Also wurde die beiden Teile in GIMP zunächst in schwarz eingefärbt, dann erneut in Inkscape importiert und schließlich erfolgreich in einen Pfad umgewandelt.

Da die beiden Teile nach dem Cutten passgenau aneinander gelegt werden müssen, verkleinerten wir die Pfade gemeinsam gleich in Inkscape auf die gewünschte Größe, um sie nicht erst im Cutter einzeln nacheinander verkleinern zu müssen und uns so eventuell Ungenauigkeiten einzuhandeln.

Beim Import der Schneidedaten in den Cutter stellte sich dann aber heraus, dass der Cutter auf Grund zu vieler Knoten im Pfad die Arbeit verweigerte. Also mussten die Pfade händisch in Inkscape weiter weiter vereinfacht werden, immer peinlich darauf bedacht an der Schnittstelle zwischen den beiden Teilen keine großen Änderungen zu provozieren!Ironman

Als der Cutter nach mehreren Iterationen schließlich zufrieden war, gestaltete sich das Ausschneiden, Entgittern und Aufbringen der Folien als problemlos. Die beiden Teile wurden nacheinander aufgepresst und auch hier konnten wir feststellen, dass das beim zweiten Pressvorgang erneute Erhitzen der zuerst aufgebrachten Folie dieser nicht schadete.

Am Abend des arbeitsreichen Tages reifte dann aber noch der Entschluss, zur Belebung des Aufdrucks der Ironmaske doch noch blaue Augen zu spendieren! Also wurden am folgenden Tag aus der jpeg Vorlage noch die Augen extrahiert, in Inkscape in einen Pfad umgewandelt, in der Größe an die ursprünglichen und zum Glück noch vorhandenen Pfade der svg-Datei angepasst, gecuttet und gepresst. Durch unsere Erfahrung mit mehrmaligem Erhitzen vom Vortag waren wir uns sicher, dass die restliche Maske dies gut überstehen würde.

Das letztendliche Ergebnis kann sich sehen lassen!Ironman2

Über Wolfgang Lormes

Ich bin Diplomphysiker und Lehrer für Physik und Mathematik am Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium in Kulmbach. Dort bin ich auch der MINT-Beauftragte, betreue die Robotik AG und das MGF-Lab, bin Fachbetreuer für Physik und Sammlungsleiter sowie der Stahlenschutzbeauftragte und führe eine Junior-Ingenieur-Akademie der Deutsche Telekom Stiftung.

Kommentare sind geschlossen.