bessere Scans mit dem FabScanPi

Sommerferien – Zeit sich mit etwas vernachlässigten Gerätschaften im MGF-Lab zu beschäftigen. Und da unser Laserlinienscanner bisher eher etwas stiefmütterlich behandelt wurde, hat er nun ein gründliches Redesign erfahren.Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr unseren ursprünglichen Fabscan zu einem FabscanPi aufgerüstet haben, gab es dieses Jahr ein neues Gehäuse für den Scanner. Hintergrund der Aktion war ein externer Auftrag für einen Scan, der mit dem bisherigen Aufbau nicht zufriedenstellend durchgeführt werden konnte. Die Schwierigkeiten ließen sich durch einige Versuche auf eine nicht optimale Selbstkalibrierung der Kamera zurückführen, was letztendlich daran lag, dass sich die 3D-gedruckte Halterung der Kalibrierschablone nicht perfekt auf dem Drehteller anbringen ließ.

Glücklicherweise gibt es zum FabscanPi aber ein passendes Gehäuse mit Drehteller, auf den die Kalibrierschablone angepasst ist. So wurde das Selbstbaukit bestellt, FabscanPizusammengesteckt und verleimt. Zweiter, neben dem nun passenden Drehteller positiver Effekt ist, dass das neue Gehäuse auch einen verschließbaren Deckel hat, und nun nicht mehr mit Stoff abgedunkelt werden muss.

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten wie z.B der anders in der Software hinterlegten Schrittweite (die aktuellen FabscanPis werden mit anderen Schrittmotoren als unserem ausgeliefert), die aber alle mit dem Livesupport des Entwicklers in seinem Slack-Chat gelöst werden konnten.

Zum Schluss galt es noch das Problem zu lösen, dass der FabScanPi drahtlos per WLAN angesprochen und gesteuert werden sollte. Da aber ein WPA2 Enterprise Zugang, wie ihn unser Schulnetzwerk fordert, noch nicht in die Firmware des Scanners eingepflegt wurde, musste eine andere Lösung her. Ein alter Router hat seitdem ein neues Betätigungsfeld gefunden, und spannt ein eigenes kleines Netzwerk auf, in dem man sich mit dem FabscanPi verbinden kann.

Die ersten Scans wurden nach dem Umbau schon aufgenommen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie, die sich im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres mit 3D-Druck und 3D-Datenverarbeitung beschäftigen werden, werden sicherlich Nutznießer unseres neu umgebauten FabScanPi sein.

Über Wolfgang Lormes

Ich bin Diplomphysiker und Lehrer für Physik und Mathematik am Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium in Kulmbach. Dort bin ich auch der MINT-Beauftragte, betreue die Robotik AG und das MGF-Lab, bin Fachbetreuer für Physik und Sammlungsleiter sowie der Stahlenschutzbeauftragte und führe eine Junior-Ingenieur-Akademie der Deutsche Telekom Stiftung.

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